Die Hochschule Karlsruhe setzt bereits auf TYPO3 8.7 LTS

Die Hochschule Karlsruhe setzt bereits auf TYPO3 8.7 LTS

Die Hochschule Karlsruhe ist mit über 8.000 Studierenden in sechs Fakultäten eine der größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. Dabei stehen anwendungsnahe Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Mittelpunkt. Nun setzt sie als eine der ersten Hochschulen auf die Version TYPO3 8.7 LTS.

Der Ausbau der praxisorientierten Forschung ist ein wichtiges strategisches Ziel der Hochschule. Die Forschungsaktivitäten der Hochschule werden in zwei zentralen Forschungseinrichtungen (Institut für Angewandte Forschung und Institute of Materials and Processes) gebündelt. Neben diesen beiden zentralen Instituten bestehen weitere dezentrale Forschungseinrichtungen wie etwa das Institut für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik, das zwischenzeitlich zu einem bundesweit einzigartigen Kältezentrum ausgebaut wurde.

Seit Anfang Mai 2017 zeigt sich die neue Website der Hochschule mit einer mobiloptimierten Version in neuem Gewand. Die ausführliche Konzeptionsphase fokussierte sich auf eine verbesserte Benutzerführung bei der Bedienung der Seite. Inhalte werden von Besuchern über Navigation oder Suche schneller gefunden. Studierende und andere Interessenten können den Auftritt der Hochschule unabhängig vom verwendeten Endgerät (Smartphone, Tablet oder Desktop-PC) gleichermaßen gut bedienen. Darüber hinaus waren die Prinzipien der Barrierearmut ein wichtiger Punkt bei der Umsetzung.

Bei dem Relaunch wurde das Content Management System TYPO3 von Version 6.2 LTS auf die Version 8.7 LTS aktualisiert. Damit dies bei einer so umfangreichen Website möglich war, wurde bereits zu Beginn der technischen Umsetzung mit der TYPO3-Version 8.0 gestartet. Jeden Update-Sprung von TYPO3 hat auch die damals noch in der Entwicklung befindliche Website sofort mitgemacht. Neu eingeführte Änderungen und Modernisierungen im TYPO3-Kern wurden umgehend in der Konfiguration und Eigenentwicklung berücksichtigt.
Die neuen Möglichkeiten in der Verwaltung des CMS vermittelten zwei Trainer der in2code GmbH Anfang 2017 in mehreren Schulungen den Redakteuren direkt in Karlsruhe. Nach einer umfangreichen Migration der Daten wurden in einem mehrmonatigen Parallelbetrieb der alten und neuen Seite (diese nur intern zugänglich) die Inhalte durch die über 2.000 Backend-Benutzer modernisiert und entsprechend angepasst.

Mit Hilfe einer historisch angewachsenen Ansammlung an teilweise voneinander abhängigen generischen Erweiterungen konnten ursprünglich Personen, Kontakte, Termine, Downloads und Audio- und Video-Dateien im Frontend angezeigt werden. Im Zuge des Umbaus gliederten wir diese in klar definierte Einzelbereiche (Erweiterungen) mit den Fakultäten als gemeinsame Komponente im Zentrum auf. Diese Aufteilung im Zusammenhang mit modernen Programmierparadigmen vereinfacht künftige Erweiterungen erheblich (Skalierung).

Die voll automatisierte Migration der Inhalte im CMS betrafen viele unterschiedliche Bereiche. Seiteninhalte werden künftig über "Fluid Styled Content" und mit der Erweiterung Gridelements dargestellt. Die Erweiterung TemplaVoila wurde hierbei komplett entfernt. Zusätzlich wurden Fakultäten, Downloads, Kontakte, Formulare, Termine, Audio- und Video-Dateien entsprechend migriert. Die Extension news ersetzt darüber hinaus die ältere Extension tt_news.

Ein eigens entwickelter, umfangreicher Kalender ermöglicht die Darstellung von Einzel- und wiederkehrenden Terminen im Hochschul- und Fakultätsbereich sowie auf einer globalen Terminseite. Ein ausgefeilter, mehrstufiger Freigabeworkflow regelt hierbei die Freigabe von Terminen abhängig vom Typ und der gewünschten Darstellung. Besucher können sich über wichtige Veranstaltungen in einer Kurz-, Listen-, Monats-, Wochen- oder Tagesansicht informieren. Einzelne Termine können per Klick in den eigenen Kalender importiert werden.

Über ein Probestudium-Plugin mit der Darstellung von Veranstaltungen wird es künftigen Studierenden ermöglicht, probeweise an Vorlesungen teilzunehmen. Hierbei wird die maximale Anzahl an Teilnehmern und eventuelle Überschneidungen bei der Buchung automatisch berücksichtigt. Angemeldete Teilnehmer können gesammelt über einen Excel-Download verwaltet werden.

Ein eigens programmiertes Multiupload-Tool ermöglicht es den Redakteuren, eine Vielzahl von Dateien im Backend gleichzeitig hochzuladen. Hierbei werden wichtige Meta-Informationen (Titel, Autor, Copyright und Keywords) automatisch aus den Bildinformationen (EXIF-Informationen) importiert. Das entsprechende Copyright wird bei der Darstellung im Frontend unterhalb des Bildes angezeigt.

Weitere Features umfassen eine zentrale Verwaltung von Frontend- und Backend-Benutzer (LDAP), eine Pflege der Profildaten für Angestellte der Hochschule im Frontend sowie die Anzeige im zentralen und fakultätseigenen Personenverzeichnis, eine automatische Sprachweiterleitung des Besuchers, ein Backend-Modul zur Benachrichtigungen der Redakteure über wichtige Änderungen per E-Mail und ein weiteres Backend-Modul in dem Webadmins (Redakteure mit erweiterten Rechten) die Berechtigungen anderer Redakteure einstellen können. Suchergebnisse werden mit Hilfe eines externen SOLR-Servers beschleunigt angezeigt.

Ein ausgefeiltes Zero-Downtime-Deployment unterstützt den Prozess der kontinuierlichen Integration neuer Software und sorgt für ein unterbrechungsfreies Arbeiten im Backend. Das Server-Team der in2code GmbH kümmert sich hierbei um die Betreuung und Wartung der verschiedenen Webserver der Hochschule.

Sandra Pohl

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