Universität Tübingen: Hochverfügbarkeit im neuen Look

Universität Tübingen: Hochverfügbarkeit im neuen Look

Mit dem neuesten TYPO3 Update und neuem Website-Look ist die Universität Tübingen bereit für die Exzellenzinitiative - und hierfür drücken wir die Daumen!

Seit Montag, dem 13. August steht fest: Eine der ältesten Universitäten Europas kann auch modern sein. Ein Website-Relaunch im Responsive Webdesign ermöglicht nun eine optimale Bedienung auf allen Endgeräten. Mit dieser Umstellung schließt Tübingen ein Mammut-Projekt ab und stellt die Zeichen auf Zukunft. Wir gratulieren allen Beteiligten zu dem Ergebnis, das sich durchaus sehen lassen kann.

Navigation

Neben einem schlichten aber zeitlosen und neuen Design erfolgte die Umsetzung eines komplett individuell erarbeiteten Navigationskonzeptes, das den vielen Menüebenen und den vielen Web-Seiten der Universität gerecht wird. Die Benutzung des Internetauftritts wird sowohl für den normalen Besucher als auch für die Studierenden und Dozierenden hierbei noch einfacher. Für bestmögliche Bedienbarkeit (Usability) werden Navigationspunkte bei Bedarf automatisch in der mobilen Ansicht asynchron (AJAX) nachgeladen.

Da zahllose Institute und Fakultäten der Universität eigene Haupt- und ggf. eigene Unternavigationen benötigen, lässt sich dies nun komfortabel durch Setzen eines Hakens an der entsprechenden Stelle im TYPO3-Administrationsbereich (Backend) aktivieren. Dies gilt jedoch nur für Chefredakteure mit einer entsprechenden Berechtigung innerhalb des Content Management Systems.

TYPO3-Update und Migration

Parallel zum Relaunch wurde TYPO3 auf die aktuelle Long Term Support Version 8.7 aktualisiert. Dies ermöglicht neben neuen Funktionen auch eine deutliche Steigerung der Performance. Jedoch konnten ursprünglich erstellte Inhalte nicht ohne Weiteres in der neuen Version verwendet werden.

„Es ist maßgeblich In2code zu verdanken, dass wir nicht nur innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens geblieben, sondern sogar mehrere Monate früher fertig geworden sind“, sagte Professor Walter, Direktor Zentrum für Datenverarbeitung an der Universität: „Der Agentur ist es gelungen, ein Migrationsskript zu schreiben, das uns die vollautomatische und nahezu fehlerlose Übertragung von mehr als 70.000 Webseiten in die neue Homepage ermöglicht hat. So hielt sich der Aufwand der nötigen Nacharbeiten an den Seiten in Grenzen.“ Weitere Details finden sich in der Relaunch-Pressemeldung der Universität.

Die ursprünglich realistisch geplante Dauer für ein solches Projekt diesen Umfangs von 2 Jahren konnte dank der genannten automatischen Migration aus Rosenheim spürbar reduziert werden. Eine solche Programmierung schreibt Metainformationen vorhandener Inhalte um, ordnet sie neu an und macht diese damit in der neuen Umgebung weiterhin nutzbar. Eine händische Nachbearbeitung konnte im Anschluss innerhalb einer Woche durch die entsprechenden Redakteure abgeschlossen werden.

Agiles Projektmanagement

Die Beteiligung der großen Anzahl verschiedener Akteure wie das ZDV (Zentrum für Datenverarbeitung), die Hochschulkommunikation, die Projektleitung, über tausend Redakteure und nicht zuletzt der externe Dienstleister, machte während des gesamten Projekts einen exakten Zeitplan, stetige Kommunikation und ständige Abstimmung notwendig.

"Der Schlüssel zum Erfolg liegt in den kurzen Kommunikationswegen während der gesamten Projektsprints", so Sandra Pohl, Product Owner seitens in2code: "Die Nutzung eines eigenen Chat-Programms (in diesem Fall Slack) für alle Projektbeteiligten machte eine schnelle Reaktion überhaupt erst möglich. Während die Hochschulkommunikation ihre Wünsche mit mir besprochen hat, haben sich die jeweiligen Entwickler und Serveradministratoren zeitgleich über Probleme und deren Lösungen ausgetauscht."

Neue Funktionen

Loggt man sich als Redakteur in die Administrationsoberfläche des TYPO3 der Universität ein, erscheint als allererstes eine ausführliche Hilfe mit vielen Beispielen zur idealen Nutzung und Weiterentwicklung der Website. Eine Reihe eigens erstellter Videos zeigt auch versteckte Funktionen und gibt Tipps bei der täglichen Arbeit.

Um redaktionelle Rückfragen zu vereinfachen und richtig zu kanalisieren, zeigt das Backend automatisch an, welcher Redakteur für welchen Teilbereich der Seite verantwortlich ist. Ein Klick genügt, um eine entsprechende Frage stellen zu können.

Mit dem Update wurde ebenfalls die Entwicklung einer Reihe neuer Elemente zur verbesserten Darstellung (Akkordeon, Slider, Boxen, Fakten, Timeline, Zitate, etc..) beauftragt. Darüber hinaus ist nun auch der verstärkte Einsatz von Videos, aus der heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken, mit wenigen Klicks möglich.

Server Infrastruktur

Seitens Web-Server stehen an der Universität Tübingen alle Zeichen auf Hochverfügbarkeit. Mehrere Cluster aufgeteilt auf mehrere Standorte mit entsprechenden Fallback-Systemen garantieren maximale Redundanz und damit Ausfallsicherheit.

Marcus Schwemer, Senior Entwickler und DevOp bei der in2code GmbH: "Die komplexe Web-Infrastruktur der Uni war natürlich eine Herausforderung, aber das gemeinschaftlich entwickelte Deployment kann sich wirklich sehen lassen. So können wir nun jederzeit neue Softwareversionen der Website aufspielen, ohne dass dies Redakteure oder Besucher beeinträchtigt."

Blick in die Zukunft

Die Arbeiten am Internetauftritt sind noch lange nicht beendet. So haben bereits verschiedene kleinere und größere Einrichtungen ihr Interesse bekundet, nun ebenfalls ins zentrale TYPO3 wechseln zu wollen. Darüber hinaus gibt es schon ein paar Ideen und Wünsche, was man noch an Funktionen und Features entwickeln könnte. Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die weitere Zusammenarbeit mit der Universität und gratulieren nochmals zum erfolgreichen Projektabschluss.

In diesem Zusammenhang: Pressemeldung der Universität Tübingen zum Web-Relaunch.

Sandra Pohl

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